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| Den Horizont der Automatisierung erweitern |
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Beckhoff betreibt Automatisierungstechnik mit einem eigenen Technologieansatz seit nunmehr fast einem Vierteljahrhundert, mit kontinuierlich wachsendem Erfolg. Die PC-basierte Steuerungstechnik, die zunächst nur als ein Nischenprodukt galt, verbreitet sich mittlerweile in der Automatisierungstechnik immer umfassender. Die Gründe für diese Entwicklung gehen m. E. über das Unternehmen Beckhoff hinaus und können in einem größeren Kontext gesehen werden. Eine Reihe von Faktoren begründet den Erfolg dieser Technologie: Die Anwendung offener Mainstream-Computertechnologie erlaubt die Verwendung von zahllosen vorhandenen Lösungen und die verhältnismäßig einfache Herstellung kunden- oder applikationsspezifischer Automatisierungslösungen. Die Verwendung eines Industriestandards, der mittlerweile eigentlich zum Weltkulturerbe gezählt werden sollte, garantiert weltweite Akzeptanz. Die Möglichkeit, mit ständig steigender Rechenleistung, immer anspruchsvollere Aufgaben zu beherrschen, erleichtert die Bearbeitung komplexester Aufgaben. Diese Faktoren verknüpft Beckhoff mit einem Geschäftsmodell, das auf modernster Technologie, Kontinuität im unternehmerischen Handeln und einer bodenständigen Systemverantwortung beruht. Jahrzehntelange Erfahrung in der Anwendung PC-basierter Automatisierungssysteme verbindet sich dabei mit der kontinuierlichen Ausweitung der globalen Präsenz von Beckhoff. Darüber hinaus besitzt dieser einstige Nischenansatz das Potenzial, sich nicht nur kontinuierlich zur Mainstreamtechnologie zu entwickeln, sondern auch die Grenzen der Anwendungen für die Automatisierung deutlich aufzuweiten und Unternehmen sowie Individuen interessante neue Wachstumsperspektiven zu bieten. Die verfügbare, sehr hohe Prozessorleistung erlaubt die Erweiterung von Steuerungsanwendungen in Bereiche mit 100 µs Task- und sogar Antwortzeiten für viele Anwendungen – dies ist schon für sich genommen ein spannendes Gebiet. Ganz allgemein erlaubt diese Rechenleistung, die Abbildung von automatisierungstechnologischen Funktionalitäten in Software. Bei geeigneter Strukturierung dieses Ansatzes gelingt die weitgehende Abstraktion der Funktionalität von der unterliegenden Hardware und die Minimierung der Abhängigkeiten von spezieller Hardware, welche auf generische Elemente (IPC, I/O und Antriebe) reduziert werden kann. Mit der richtigen Verwendung von Ethernet-Technologien im I/O-Bereich kann zusätzlich die weitgehende Eliminierung von Kommunikationszeiten sowie deren Jitter erreicht werden, so dass die Grenzen zwischen verteiltem I/O und schnellem „boardlevel I/O“ aufgehoben werden. Dies erlaubt die Ausweitung der Automatisierungstechnik in Bereiche, die bisher mühsam um die Automatisierung herum gebaut werden, z.B. die Messtechnik. Die Anwendung selbst kann nun über Sequenz und Motion hinausgehen: Dem Systemintegrator stehen in unterschiedlichsten Engineering-Systemen bekannte Werkzeuge zur Verfügung, die mittlerweile alle eine PC-kompatible Variante besitzen: Es gibt in der Praxis kaum Sensoren oder Messverfahren für physikalische Kenngrößen oder Softwarepakete, die nicht per PC benutzbar wären. Die offene PC-Technologie ist daher grundsätzlich eine Plattform zur Integration des Know-hows sowohl von Maschinenherstellern (OEM) als auch Endanwendern in freier Softwareform, ohne dass dieses Know-how an Dritte offengelegt werden müsste. Der automatisierungstechnische Prozess kann dabei als sequentielle Logik oder gar als mathematisches Modell aufgefasst, mit Mess-, Prüf-, und Wartungstechnologie erweitert werden und aus unterschiedlichsten Werkzeugen aufgebaut sein. Diese Eigenschaft der offenen „New Automation Technology“ erlaubt es, die Automatisierung mit Nachbardisziplinen zu verbinden und öffnet uns „Automatisierern“ weite, neue Anwendungsgebiete. Der Anwender wird diese Entwicklung der „Merging Technologies“ erfreut unterstützen, als deren Ergebnis er seinen Prozess ohne allzu große Abhängigkeiten von Hardware, durch ein geeignetes System in Software vollständiger und umfassender beherrschen kann, als je zuvor. Die enger verknüpften Systeme und kürzere Zykluszeiten können dabei die „Qualität“ und Performance der Automatisierung noch deutlich steigern. Diese Fähigkeit, prinzipiell jeden technologischen Bereich weltweit mit einer akzeptierten Hard- und Softwareplattform zu penetrieren und dem Anwender die Möglichkeit zu geben, sich auf die Implementierung seines Prozess-Know-hows zu konzentrieren, macht die Automatisierungstechnik in Neuer Technologie spannender denn je. Gerd HoppeCorporate Management
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